Arbeiten in der Elternzeit – was darf ich und was nicht?

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Die Elternzeit unter rechtlichen Gesichtspunkten:

Grundsätzlich gilt hier – wie auch während der aktiven Berufstätigkeit:

Nebenjobs in der Elternzeit sind möglich!

Beachten Sie dabei: Ein Job während der Elternzeit ist genehmigungspflichtig.
Die gute Nachricht hierbei ist: Der Arbeitgeber muss die Genehmigung erteilen, wenn keine gewichtigen betrieblichen Gründe gegen die Nebentätigkeit während der Elternzeit sprechen. Ein solcher Grund kann z.B. sein, dass die Firma, die Sie im Rahmen des Nebenjobs betreuen wollen, ein potenzieller Kunde Ihres eigentlichen Arbeitgebers sein könnte.

 

Damit Sie Klarheit haben und kein Streit aufkommt, beachten Sie die folgenden Tipps:

  • Stellen Sie Ihren Antrag auf Genehmigung der Nebentätigkeit schriftlich: Hier reicht ein kurzer Brief oder auch eine Email mit einer kurzen Anfrage und Begründung. Das Gesetz arbeitet hier für Sie: wenn der Arbeitgeber innerhalb von vier Wochen nicht antwortet, gilt die Genehmigung als erteilt.
  • In der Elternzeit soll die Kinderbetreuung im Mittelpunkt stehen. Eine Nebentätigkeit darf damit nicht mehr als 30 Stunden umfassen.
  • Der Zuverdienst aus der Nebentätigkeit wird auf das vom Staat gewährte Elterngeld angerechnet. Hier hilft der Steuerberater oder auch der Rechner des Familienministeriums der Bundesregierung.

In der Praxis passiert es im Übrigen nach einem Antrag auf Nebentätigkeit gar nicht selten, dass der Arbeitgeber anfragt, ob Sie nicht Interesse haben, statt der Nebentätigkeit frühzeitig in das Unternehmen zurück zu kehren. Grundsätzlich hätte hier diese Anfrage Vorrang. Wenn Sie dies aber nicht wollen, so sollten Sie Ihrem Arbeitgeber die Vorteile darlegen, die die Nebentätigkeit mit sich bringt – z.B. eine freie Zeiteinteilung etc


 

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